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"Northern Atmosphere" Überschall/Strange Way Rec./EFA
Popnoise, III/91 |
Eine schöne LP voller Verstand und Humor. Louis F. und Angel U., ein Paar voller Lust auf Musik, zwischen Klampfe und Synthie, zwischen CALE, YOUNG und WAITS. Das Paar: "Unsere Neugierde lässt uns nicht einfach alles vergessen, und deshalb rennen wir nicht mit der üblichen Hast an der Bahnhofshure ("Young Bitch '89") vorbei, belassen es nicht bei der Tatsache des Todes ("Nico"). Manchmal muss man bei Newcomern zwei mal hinhören, doch hier gibt es Musik über die Ränder der gesteckten Begrenzungen von Tendenzen und Richtungen. Diese Platte muss atmen wie guter Wein, sie braucht Ruhe, um sich voll und ganz auszubreiten und um das zu verbreiten, wofür sie gemacht wurde: ein gute Gefühl!
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"Northern Atmosphere" Zillo, /7/8 Juli/August 1991 |
Grauer Himmel, stürmische See, ein Horizont, an dem die Grenzen verschwimmen, und im vordergrund - warm in dicke schwarze Mäntel gehüllt - Louis F. (Keyboards, Gitarre, Gesang, Effekte) und Angel U. (Keyboards, Gesang, Idee), die dieser typischen "Northern Atmosphere" aber auch sehr gefühlvolle, ruhige Aspekte abzugewinnen verstehen. Louis F. betrachtet sich selbst als größten VELVET-Fan Europas, und so verwundert weder ein Loblied auf "Nico", noch die eindringliche minimalistische musikalische Ausdrucksform. Sparsam eingesetzte Synthies und dumpfe Drums wie bei "Angel U." oder "Musik I like" erinnern schon mal an JOY DIVISION und die großen Vorbilder JOHN CALE und TOM WAITS, doch das dadurch erzeugte Stimmungsbild klingt sehr persönlich und eigenständig, trägt stets den Hauch des Melancholischen, des Poetischen aber auch der Spielfreude in sich. Insgesamt eine Platte, die einem an stürmischen, kalten Tagen gern Gesellschaft leistet und Geschichten von Leidenschaft, Episoden aus dem bewegenden Leben zweier Sturmvögel zu erzählen weiß. (Dirk Hoffmann)
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"Northern Atmosphere" PRINZ, 7/1991 |
Als größte VELVET-Fans gelten Louis F. und Angel U. - entsprechend vielschichtig kommt ihre erste LP daher: Das Intro überlässt Louis F. ganz seiner langsam erwachenden Gitarre, die dann zu einer denkwürdigen Mixtur aus Minimalmusik und Rock führt, um im Finale von Angel U.s sphärischen Synthesizerklängen entlassen zu werden. Eine Art musikalisches Brainstorming, eine sinnliche Meditation über das Thema Velvet mit einem unumstrittenen Höhepunkt: dem Flipside-Opener "Nico", einer Hymne an die Königin aller Velvet-Nächte. (Tobias Mönch)
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"Northern Atmosphere" EB Metronom, August/September 1991 |
Auf dem Sampler "Bremen und Cover" fiel das Duo durch eine akzeptable Version von "What goes on" angenehm auf - die LP bringt ausschließlich Eigenwerke, die sich im sehr engen Rahmen von 39 CLOCKS, frühen KASTRIERTEN PHILOSOPHEN und natürlich den VELVETS bewegen. Diese Songs entstanden unter dem Eindruck einer Meditation in die tiefen, traurigen Augen Nicos auf dem "The Marble-Index"-Cover und dem anschließenden Brainstorming zum Thema "Identität" und Fremdeinwirkung". Das Ergebnis ist weitaus mehr als nur liebenswert. (Michael Zolondek)
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"An Opera of Life" Part I - III PRINZ, Februar 1993 |
Mit einer CD, die kommerziell keine Chancen hat, wahre Fans aber begeistern dürfte, stellt sich das Bremer Label Dream Academy vor. Drei Bands präsentieren atmosphärisch dicht verwobene Songs zwischen Psychedelic und Dark Wave und zeigen so den geraden Weg von den 60s in die 90s. Drella's Dream Drops, bereits bekanntes Bremer Psy-Duo, überzeugt mit seinem Faible für Endsixties-Schleifen und ironischen Balladen, während Die Frau, drei Hexenmeister aus dem Niemandsland zwischen H,HH und HB, den doorsbeeinflußten Sound ihrer Stammformation "Mandra Gora Lightshow Society" hier noch perfektioniert. Minsk aus Regensburg schließlich versuchen sich als Sisters-Eleven, lassen den letzten Funken Esprit aber vermissen. Unterm Strich: Spannendes Label-Debut. |
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"An Opera of Life" Part I - III Soundhouse, Februar 1993 |
3 lohnende Bands auf neuem Label. Drella's Dream Drops (Gitarren-Indie-Pop, Beat Happening und Boa treffen sich zu fragilen angefolkten Songs). Die Frau (39Clocks-Psychedelia trifft auf PWEI-Samplingwut und Popverständnis. Minsk(süddeutscher Dark-Wave) |
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"Harbour Blues" BREMER, August 2001
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Blues im engeren Sinne ist die Musik der Bremer Band Drella's Dream Drops ganz sicher nicht, auch wenn der "Britain Blues" formal auf einem klassischen Schema basiert. Eher schon beziehen Drella's Dream Drops ihre Inspiration aus britischem Pop der frühen Achtziger (remember Independent...). Reduzierte Arrangements, dürr klappernde Maschinenbeats, sacht zirpende Wandergitarren und ein zurückhaltender, fast schon kühler Gesang. Es ist förmlich zu hören, wie Drella's Dream Drops alias Angel U. und Louis F., begleitet von Gastmusikern, in der Abgeschiedenheit des hauseigenen Wohnzimmers an ihren Songs feilen. Vergangene Freundschaften, Betrachtungen über das Gefühl, mit der Welt da draußen nicht immer allzu viel anfangen zu können, aber eher mit einer Art milden Bedauerns vorgetragen, anstatt sich darüber zu echauffieren. (Andreas Schnell)
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